Autobahndreieck A 26/A 7: DEPENBROCK realisiert zukunftsweisende Infrastruktur für Hamburg und Norddeutschland
Hamburg, 03.07.2025 – Am 07. Juli wird die verbreiterte Autobahn 7 im Rahmen des Autobahndreiecks A 26/A 7 zwischen der Anschlussstelle Hamburg-Heimfeld und dem Hamburger Hafen freigegeben – und damit der zentrale Baustein für eine leistungsfähigere Verkehrsinfrastruktur der Metropolregion und ihres Hafens vollendet. Die Baumaßnahme ist Teil der Erweiterung der A 7 im südlichen Hamburger Stadtgebiet auf acht Fahrstreifen und des vierstreifigen Neubaus der A 26 von Stade nach Hamburg. Beide zielen darauf ab, die Anbindung des Hafens zu verbessern und das steigende Verkehrsaufkommen im Umland zu bewältigen. Während die Arbeiten an der A 7 zwischen Moorburg und der Anschlussstelle Heimfeld beendet sind, werden die Restarbeiten für den Bau des Autobahndreiecks voraussichtlich Ende 2025 abgeschlossen.
Verantwortlich für die Realisierung ist eine Arbeitsgemeinschaft der DEPENBROCK Gruppe mit dem Bauunternehmen Becker (Meppen). Sie setzt das Großvorhaben im Auftrag der Projektmanagementgesellschaft DEGES um, die wiederum im Auftrag des Bundes und der Länder agiert. „Dieses wichtige Infrastrukturprojekt hat eine große regionale Bedeutung“, erklärt Daniel Friedrich Scheer, Gesamtprojektleiter für die A 26 West bei der DEGES. „Die A 26 wird künftig zur leistungsfähigen Ost-West-Verbindung für die Verkehre südlich der Elbe. Gemeinsam mit dem neuen Autobahnkreuz Hamburg-Hafen wird sie das Bundes- und Stadtstraßennetz entlasten und den größten deutschen Seehafen an das Autobahnnetz anbinden.“
Umfangreiche Bauleistungen, hohe Komplexität
Für das seit August 2021 laufende Projekt musste die Arbeitsgemeinschaft ein breites Spektrum an Bauleistungen erbringen. Dazu zählten unter anderem der Rückbau vorhandener Infrastruktur und Erdarbeiten zum Verbreitern des Fahrbahnkörpers, der Neubau der Entwässerung samt Fahrbahnunterbau und Asphaltoberbau sowie die Baugrundverbesserung inklusive des Bodenaustausches von circa 115.000 Kubikmetern in bis zu elf Metern Tiefe.
Zur Anbindung der A 26 an die A 7 wurden fünf neue Brückenbauwerke errichtet. Vier weitere, bereits vorhandene Brückenbauwerke mussten saniert werden. Zusätzlich baute die Arbeitsgemeinschaft mehrere Verkehrszeichenbrücken, darunter die größte Verkehrszeichenbrücke Deutschlands (69 Meter breit, 110 Tonnen schwer).
Für den Breitband-Ausbau und die Anbindung an das Bundesautobahn-IT-Netz wurden darüber hinaus Kabelschutzrohrtrassen hergestellt und ein Kabelhaus als Steuerzentrale der Fernmeldetechnik errichtet. Im Bereich der Umwelttechnik bauten die Experten vier Retentionsbodenfilterbecken mit Regenrückhaltefunktion. Um die Entwässerung sicherzustellen, errichteten sie ein unterirdisches Pumpwerk einschließlich zentraler Schalttechnik, was den Bodenaustausch mit einer Baugrubentiefe von bis zu 14 Metern Tiefe erforderte.
Erfolg durch Kompetenz und Kooperation
Um den Verkehrsfluss nicht zu behindern, mussten die Arbeiten größtenteils bei laufendem Autobahnverkehr erfolgen. Das erhöhte den Koordinationsaufwand für alle Baumaßnahmen erheblich, reduzierte aber die Zahl und Dauer der Vollsperrungen auf das absolut erforderliche Minimum, etwa bei der Verrohrung des Entwässerungssystems. Zu Spitzenzeiten waren über 100 Mitarbeitende parallel auf der Großbaustelle tätig.
„Ein Projekt dieser Größenordnung mit all seinen technischen und koordinativen Herausforderungen lässt sich nur durch eine partnerschaftliche und stets lösungsorientierte Zusammenarbeit von Arbeitsgemeinschaft, Bauoberleitung, Bauüberwachung und Bauherrn erfolgreich umsetzen. Genau das ist uns hier in mustergültiger Weise gelungen“, sagt DEGES-Gesamtprojektleiter Scheer.
„Die A 26/A 7 ist ein Paradebeispiel für modernen Straßenbau unter komplexen Bedingungen“, bilanziert Bernhard Hebbelmann, Geschäftsführer bei DEPENBROCK. „Die Arbeiten zum Ausbau der A 7 unterstreichen die Kompetenz und Leistungsfähigkeit von DEPENBROCK im Bereich großer Infrastrukturprojekte und verdeutlichen den gesamtgesellschaftlichen Beitrag der Gruppe zum Erhalt und Ausbau der deutschen Verkehrsinfrastruktur für Wirtschaft und Gesellschaft.“